Issues Management bezeichnet das Risiken- und Chancen-Management von Organisationen. Ein Issue (engl. für Thema, Aspekt, Angelegenheit) bezeichnet eine Entwicklung inner- oder außerhalb der Organisation, die dazu geeignet ist, erfolgskritischen Einfluss auf die Handlungsfähigkeit einer Organisation zu nehmen ihre Ziele zu erreichen.

 

Ziel des Issues Managements: in der medialen Öffentlichkeit oder bei bestimmten Dialoggruppen aufkommende, organisationsrelevante Themen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Issues müssen nicht unbedingt negativ sein oder sich krisenhaft entwickeln, auch wenn das Issues Management in Literatur und Praxis im Zuge der Krisenkommunikation häufig als „Krisenradar“ interpretiert wird.

Aspekte: Im Kontext von Public Relations (PR), Unternehmenskommunikation oder Reputationsmanagement bezieht sich das Issues Management auf den Stakeholder-Ansatz, sodass die Identifikation und Antizipation von Stakeholder-Ansprüchen der Zweck ist. Dabei ist das Issues Management als durchgängiger Prozess zu verstehen: von der Identifikation der Issues bis zur Konzeption und Umsetzung antizipierender Maßnahmen für ihre Bewältigung.

Instrumente: Im Rahmen von Issues Management wird zentral das Scanning und Monitoring von Issues unterschieden: Scanning meint die noch unspezifizierte Umfeldbeobachtung auf Chancen- und Risikopotenziale. Die so gesammelten Informationen werden gefiltert und verdichtet. Was als relevant für die Organisation qualifiziert ist, wird kontinuierlich und gezielt beobachtet, was dann als „Monitoring“ bezeichnet wird.

Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/issues-management-52703/version-275820

Teilen: